Funktionsweise

In einem Synthesegasreaktor werden durch thermische Reaktionen mit Umgebungsluft die einzelnen organischen Bestandteile des naturbelassenen Holzes bei Temperaturen bis zu 1200 Grad Celsius in die Grundbestandteile Wasserstoff, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid und Methan zersetzt. Nach Austritt des erzeugten Gases aus dem Reaktor wird dieses in einem geschlossenen Wasserkreislauf gekühlt und das so erzeugte Brenngas einem Motor mit KWK zur Stromerzeugung zugeführt. Je Kilowatt Strom entstehen dabie zusätzlich 1,5 Kilowatt thermische Energie. Alle Emissionsgrenzwerte für Gesamtstaub, COx, NOx, SOx und Formaldehyd werden deutlich unterschritten, der Feinstaubanteil befindet sich unterhalb der Nachweisgrenze.

Geschichte

In Deutschland war bis zum Siegeszug des Rohöls als primäre Energiequelle bis in die 1950er Jahre die Gastechnologie bei der Energieerzeugung führend. An der Spitze der Entwicklung stand die Klöckner-Humboldt-Deutz AG in Köln, die die Entwicklung in den 1890er Jahren parallel zum Ottomotor begonnen hatte. Als einer der international führenden Gasmotorenhersteller  installierte sie weltweit über 10.000 Anlagen zur dezentralen Energieerzeugung aus Holz, biologischen Reststoffen oder Braunkohle auf Basis des Deutz-Doppelfeuers. Dieses Verfahren wurde nach einem Employee-Buy-Out weiterentwickelt. Seit 2006 ist die nunmehr 7. Entwicklungsgeneration der Technologie einsatzbereit.

Entwicklungspotential

Durch die Modularität der Bauweise können Synthesegas-BHKWs in Ihrer Größe frei skaliert und dem lokalen Energiebedarf angepaßt werden. Die Technologie ist uneingeschränkt grundlastfähig. Sie kann, anders als Wind- oder Solarenergie als Ersatz für Atom- oder Kohleenergie dienen. Der Gasreinigungsprozess kann hin zur Wasserstoffproduktion ausgebaut werden. Die dezentrale Energieerzeugung erlaubt lokale Wertschöpfung und beispielsweise die Wasserstoffproduktion aus Biomasse als Fahrzeugtreibstoff und den Einsatz der Technologie an ÖPNV-Betriebshöfen oder Autobahntankstellen zur Förderung nachhaltiger Mobilität in der Fläche bei flächenübergreifender Arbeitsplatzschaffung ohne die Kosten eines Stromnetzausbaus.

Mobile Vorführanlage

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REEGAS bietet die Möglichkeit bei Ihnen vor Ort eine mobile Anlage zur Energieerzeugung mit 25 kWel vorzuführen. Die Anlage besteht aus einer Lagereinrichtung, hydraulischer Zuführung, Synthesegas-Reaktor, Gaswäscher und Motor. Der erzeugte elektrische Strom kann zu Vorführzwecken beispielsweise direkt in ein Elektroauto eingespeist werden. Fragen Sie nach einer Vorführung an .

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